BZgA-Studie: „Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2017“

Alle zwei Jahre erhebt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag des Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) in einem detaillierten Monitoring Daten zur Verbreitung von Glücksspielen und damit einhergehenden Problemen in Deutschland.

Laut der repräsentativen Studie „Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2017“ weisen 0,87 Prozent der Befragten problematisches oder pathologisches Glücksspielverhalten auf. Bezogen auf die 16- bis 70-jährige Bevölkerung in Deutschland ergibt die statistische Schätzung über 500.000 betroffene Personen.

Onlinepoker, Wetten und das Spielen an Geldspielautomaten, dies bestätigt die Studie, haben ein hohes Suchtpotential und bedürfen konsequenter Kontrolle.

Die 2018 veröffentlichte BZgA-Studie zeigt deutlich, dass es eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung für eine strikte Reglementierung des Glückspiels gibt. Die Auffassung, dass staatliche Aufsicht und Kontrolle des Glücksspiels notwendig sind, findet mit 87 % breite Zustimmung in der Bevölkerung.

„Glückspiel ist eben kein normales Wirtschaftsgut. Daher darf es nicht dem freien Spiel der Marktkräfte überlassen werden. Illegales Glücksspiel im Internet muss effektiv bekämpft werden“, betont DLTB Federführer Torsten Meinberg.

Seit 2007 führt die BZgA gemeinsam mit dem DLTB die nationale Präventionskampagne „Spiel nicht bis zur Glücksspielsucht“ durch. Hierzu werden in zweijährigem Abstand bundesweite Repräsentativbefragungen zum Glücksspielverhalten durchgeführt. In der von April bis Juli 2017 durchgeführten nunmehr sechsten Studie wurden 11.500 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahre telefonisch befragt.

 

Studie

Die Repräsentativbefragung der BZgA „Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2017“ steht auf dieser Website zum Download bereit (interner Link) oder auf der Website der BZgA. Hier der Link auf die externe Website der BZgA, zur Studie.

 

Informations- und Beratungsangebot der BZgA

Auf http://www.spielen-mit-verantwortung.de finden Betroffene und Angehörige ein umfangreiches Informations- und Beratungsangebot mit einem kostenlosen Online-Ausstiegsprogramm, einer Chat-Sprechstunde und einem Selbsttest zum eigenen Glücksspielverhalten.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur telefonischen Beratung unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-1 37 27 00.

Broschüren zum Thema Glücksspiel und Glücksspielsucht können bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kostenfrei bestellt werden unter: E-Mail: order@bzga.de .

 

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