Glücksspiel-Survey 2021: „Glücksspielteilnahme und glücksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung"

Mit der Veröffentlichung einer langfristig angelegten Studie zum Glücksspielverhalten in Deutschland haben Wissenschaftler des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung und der Universität Bremen den Ausgangspunkt für eine Bewertung der Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen gelegt, die der Glücksspielstaatsvertrag 2021 fordert.  

Der Glücksspielmarkt ist im Umbruch. Mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 wurden seit 1. Juli 2021 viele Online-Glücksspiele legalisiert. Zugleich fordert der Staat von allen Glücksspielanbietern konsequente Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen.

Das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) und die Arbeitseinheit Glücksspielforschung der Universität Bremen haben unter dem Titel „Glücksspielteilnahme und glücksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung“ die wichtigsten Ergebnisse des Glücksspiel-Surveys 2021 veröffentlicht, für die im vergangenen Jahr 12.303 Interviews der deutschsprachigen Bevölkerung durchgeführt worden sind.

„Der Glücksspiel-Survey 2021 soll dazu beigetragen, das Wissen über die Art und Intensität der Teilnahme am Glücksspiel und die damit in Zusammenhang stehenden Probleme weiter zu vertiefen. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Studie können Maßnahmen des Spieler- und Jugendschutzes evaluiert und gegebenenfalls verbessert werden“, sagt der Projektleiter der Studie, Dr. Jens Kalke vom ISD bei der Präsentation der Studienergebnisse am 14. März 2022 in Hamburg.

Für den Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) ist die Studie „ein wichtiger Ausgangspunkt für die langfristige Bewertung der Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen beim Glücksspiel“, erklärt Sven Osthoff, Geschäftsführer von LOTTO Niedersachsen, federführende Gesellschaft im DLTB. Der DLTB hat die repräsentative Bevölkerungsumfrage, die alle zwei Jahre durchgeführt wird, finanziell gefördert. Aus der Untersuchung ergeben sich zum einen wichtige Erkenntnisse für die Lotteriegesellschaften, der Bericht zeigt aber auch ein Bild des Glücksspielmarktes insgesamt.

„Bei der Ausgestaltung und Etablierung der gesetzlich verankerten Maßnahmen zum Spieler- und Jugendschutz muss das unterschiedliche Gefährdungspotenzial der einzelnen Glücksspielformen zielgruppengenau berücksichtigt werden“, betont Axel Holthaus, Geschäftsführer von LOTTO Niedersachsen, und unterstreicht: „Die Studienergebnisse bestätigen erneut, dass von Lotterien ein deutlich geringeres Gefährdungspotenzial ausgeht als von den weiteren erhobenen Glücksspielformen.“  

Der Vorsitzende der AG Spielerschutz und Prävention im DLTB, Torsten Meinberg, ergänzt: „Im Hinblick auf den am 1. Juli 2021 in Kraft getretenen Glücksspielstaatsvertrag 2021 ist die Studie eine wichtige Nullmessung. Die 2021 durchgeführte Befragung ist ein solider Ausgangspunkt für die Erfassung von Auswirkungen der neuen gesetzlichen Regelungen, insbesondere die Legalisierung vieler Online-Glücksspielangebote. Inwieweit sich dadurch das Glücksspielverhalten in der Bevölkerung verändert, werden die folgenden Erhebungen 2023 und 2025 zeigen.“

Studie

Die Repräsentativbefragung des ISD und der Universität Bremen „Glücksspielteilnahme und glücksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung. Ergebnisse des Glücksspiel-Survey 2021“ steht auf hier zum Download bereit (interner Link) oder auf der Website der ISD. Hier der Link auf die externe Website des ISD, zur Studie.

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