Spielerschutz

 

Qualitätsstandards für verantwortungsvolles Glücksspiel

Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Spielangebot und ein guter Spieler- und Jugendschutz sind wichtige und zentrale Themen für die staatlichen Lotteriegesellschaften.

Glücksspiele und Sportwetten sind Teil unserer gesellschaftlichen Kultur. Entstanden aus dem natürlichen Spieltrieb, haben sich zahlreiche und alle Facetten umfassende Spielangebote entwickelt. Und genau darin liegt das Risiko für jede Spielteilnehmerin und jeden Spielteilnehmer: Was für die eine „genau passt“, kann für den anderen wie „Gift“ wirken. Die Kehrseite vom Spielspaß ist die Spielsucht mit allen ihren psychischen, sozialen und finanziellen Fallstricken.

Die staatlichen Lotteriegesellschaften haben sich zur Erfüllung hoher Spielerschutz-Standards verpflichtet. Responsible Gaming bezeichnet den verantwortungsvollen Umgang mit dem besonderen Produkt Glücksspiel. Dabei stehen Spielerschutz und Suchtprävention besonders im Fokus.

Speziell geschulte Mitarbeiter sind in jeder Landeslotteriegesellschaft für die Umsetzung der Responsible-Gaming-Standards verantwortlich. Sie koordinieren, begleiten und überprüfen die Umsetzung der Verbraucherschutzmaßnahmen kontinuierlich.

 

Spielerschutz

Zu den Aufträgen der staatlichen Lotteriegesellschaften gehört es, der Entstehung von Spielsucht vorzubeugen und diese zu bekämpfen.

So sollen beispielsweise die ansprechende, aber bewusst nicht reißerische Gestaltung der Websites und Werbemittel das natürliche Spielbedürfnis nicht weiter anregen. Zudem sind Spielscheine, Quittungen und Werbemittel mit einem Teilnahmeverbot für Jugendliche bedruckt. Spieler finden hier auch die Rufnummern der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), wo sie Beratung und Hilfe bei Spielsuchtproblemen bekommen können. Lotto klärt außerdem auf Werbemitteln über Suchtrisiken sowie über die Gewinn- und Verlustwahrscheinlichkeit auf.

Das Ziel ist Transparenz! Falsche Vorstellungen sollen so vermieden werden.

 

Sperrsystem zum Spielerschutz

Um suchtgefährdete Spieler zu schützen, sind die Lotteriegesellschaften an ein bundesweites Sperrsystem angeschlossen. Dieses bietet einzelnen Spielern einen Schutz vor Spielen mit besonderem Gefährdungspotenzial, z. B. Sportwetten. In dieses Sperrsystem werden Spieler unter bestimmten Voraussetzungen aufgenommen und können somit von der Teilnahme an diesen Spielarten ausgeschlossen werden.

Eine Sperre kann durch den Spieler selbst (Selbstsperre), aber auch durch Dritte (Fremdsperre) veranlasst werden. Bei einer Fremdsperre, beispielsweise durch Angehörige, wird dem Spieler die Möglichkeit eingeräumt, sich zu dazu zu äußern und diese ggf. zu entkräften. Ein mehrstufiges Prüfverfahren stellt dabei sicher, dass die Fremdsperre nicht missbraucht wird. Danach wird der Spieler ggf. in die nationale Sperrdatei aufgenommen. Die entsprechenden Formulare zur Spielersperre sind in den LOTTO-Annahmestellen verfügbar und können auch per e-Mail von den Landeslotteriegesellschaften angefordert werden.

 

Informations- und Beratungsangebot der BZgA

Auf der Website www.spielen-mit-verantwortung.de finden Betroffene und Angehörige ein umfangreiches Informations- und Beratungsangebot mit einem kostenlosen Online-Ausstiegsprogramm, einer Chat-Sprechstunde und einem Selbsttest zum eigenen Glücksspielverhalten.

Broschüren zum Thema Glücksspiel und Glücksspielsucht können bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kostenfrei bestellt werden. Weitere Informationen zur BZgA: www.bzga.de

Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Telefon: 0800-137 27 00

 

Studie zum Thema Spielsucht

Informationen zur aktuellen BZgA-Studie: „Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland“ . Dort gibts auch einen Downloadlink zur BZgA-Studie.

Autorin: Madeleine Göhring

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BZgA-Studie: „Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2017“